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Platform-as-a-Service (PaaS)-Vertrag

Zwischen:

Anbieter (Provider):
[Name des Unternehmens],
[Adresse],
[vertreten durch: Name, Position],

  • nachfolgend „Anbieter“ genannt –

und

Kunde (Subscriber):
[Name des Unternehmens/der Person],
[Adresse],
[vertreten durch: Name, Position],

  • nachfolgend „Kunde“ genannt –

wird folgender Vertrag geschlossen:


1. Vertragsgegenstand

1.1. Bereitstellung der Plattform
Der Anbieter stellt dem Kunden eine cloudbasierte Plattform (nachfolgend „PaaS“) zur Verfügung, die die Entwicklung, Bereitstellung und Verwaltung von Anwendungen ermöglicht.

1.2. Umfang der Leistung
Der Leistungsumfang umfasst:

  • Rechenleistung: Virtuelle Maschinen, Container oder Serverless Computing.
  • Speicher: Datenbanken und Objekt-Speicher.
  • Netzwerkdienste: Skalierbare Bandbreiten und Sicherheitsprotokolle.
  • Entwicklungsumgebungen: Tools und Frameworks zur Anwendungsentwicklung.

1.3. Zweck
Die Plattform wird für [Beschreibung des Zwecks, z. B. „Entwicklung und Hosting von Webanwendungen“] bereitgestellt.


2. Leistungen des Anbieters

2.1. Verfügbarkeit
Der Anbieter garantiert eine Verfügbarkeit von [z. B. 99,9 %] im Jahresmittel.

2.2. Skalierbarkeit
Die Plattform erlaubt dynamisches Skalieren von Ressourcen entsprechend der Kundennutzung.

2.3. Support und Wartung
Der Anbieter bietet technischen Support gemäß der dynamischen SLA (siehe Abschnitt 6).

2.4. Sicherheitsmaßnahmen
Der Anbieter implementiert Maßnahmen gemäß den Industriestandards, einschließlich Verschlüsselung, Firewalls und Zugriffskontrollen.


3. Pflichten des Kunden

3.1. Ressourcennutzung
Der Kunde verpflichtet sich, die bereitgestellten Ressourcen nur im vertraglich vereinbarten Umfang zu nutzen und missbräuchliche Nutzung zu vermeiden.

3.2. Verantwortung für Inhalte
Der Kunde bleibt für alle auf der Plattform gehosteten Inhalte und Anwendungen verantwortlich.

3.3. Zugangsdaten
Der Kunde ist verpflichtet, die Zugangsdaten sicher aufzubewahren und unverzüglich zu melden, wenn ein Missbrauch vermutet wird.


4. Vergütung

4.1. Abrechnungsmodell
Die Vergütung erfolgt auf Basis von Pay-per-Use oder im Rahmen eines festen Tarifs:

  • Tarif A: [Betrag pro Monat] für [z. B. 10 vCPU, 100 GB Speicher].
  • Tarif B (Pay-per-Use): Abrechnung auf Basis der tatsächlichen Nutzung:
    • Rechenleistung: [z. B. 0,02 €/vCPU-Stunde].
    • Speicher: [z. B. 0,10 €/GB/Monat].

4.2. Zahlungsbedingungen
Zahlungen sind monatlich im Voraus/monatlich im Nachhinein fällig.

4.3. Preisanpassungen
Der Anbieter kann die Preise mit einer Frist von [z. B. 3 Monaten] anpassen.


5. Laufzeit und Kündigung

5.1. Vertragslaufzeit
Der Vertrag beginnt am [Datum] und hat eine Mindestlaufzeit von [z. B. 12 Monaten].

5.2. Kündigung

  • Ordentliche Kündigung: Mit einer Frist von [z. B. 30 Tagen].
  • Außerordentliche Kündigung: Bei groben Vertragsverletzungen oder aus wichtigem Grund.

5.3. Datenrückgabe
Der Anbieter stellt dem Kunden die gespeicherten Daten bei Vertragsende für einen Zeitraum von [z. B. 30 Tagen] in einem gängigen Format zur Verfügung.


6. Dynamische SLA (Service Level Agreement)

6.1. Verfügbarkeitsgarantie

  • Garantierte Verfügbarkeit: [z. B. 99,9 %].
  • Berechnung: (Gesamtzeit – Ausfallzeit) / Gesamtzeit x 100 %.

6.2. Reaktionszeiten
Der Anbieter garantiert folgende maximale Reaktionszeiten bei Supportfällen:

PrioritätBeschreibungReaktionszeitLösungszeit
KritischPlattform nicht verfügbar1 Stunde4 Stunden
HochWichtige Funktionen nicht nutzbar2 Stunden8 Stunden
MittelMinderkritische Probleme4 Stunden24 Stunden
NiedrigAllgemeine Anfragen1 Werktag3 Werktage

6.3. Kompensation
Bei Nichterfüllung der Verfügbarkeitsgarantie erhält der Kunde Gutschriften:

  • Downtime > 0,1 %: 5 % der monatlichen Vergütung.
  • Downtime > 1 %: 10 % der monatlichen Vergütung.

7. Datenschutz

7.1. Datenverarbeitung
Der Anbieter verarbeitet die personenbezogenen Daten des Kunden nur auf Weisung und gemäß der DSGVO.

7.2. Sicherheitsmaßnahmen
Alle Daten werden in Rechenzentren gespeichert, die zertifizierten Standards entsprechen (z. B. ISO 27001).

7.3. Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)
Ein separater AVV ist Bestandteil dieses Vertrags.


8. Geheimhaltung

Beide Parteien verpflichten sich, vertrauliche Informationen nicht an Dritte weiterzugeben und nur für den vertraglich vorgesehenen Zweck zu verwenden.


9. Haftung

9.1. Haftungsbeschränkung
Die Haftung des Anbieters ist auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt.

9.2. Haftungshöchstgrenze
Die Haftung des Anbieters ist auf die Höhe der im letzten Vertragsjahr gezahlten Vergütung begrenzt.


10. Schlussbestimmungen

10.1. Änderungen
Änderungen dieses Vertrags bedürfen der Schriftform.

10.2. Gerichtsstand und anwendbares Recht
Gerichtsstand ist [Ort], es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.


Ort, Datum:

Für den Anbieter:
[Name, Unterschrift, Position]

Für den Kunden:
[Name, Unterschrift]


Optionale Klauseln

  1. Performance-Garantien
  • Zusicherung bestimmter Latenzzeiten (z. B. < 200 ms für Anfragen innerhalb der EU).
  1. Datenhoheit
  • Zusicherung, dass Kundendaten ausschließlich in einem bestimmten geografischen Raum gespeichert werden.
  1. Automatische Skalierung
  • Festlegung, dass zusätzliche Ressourcen automatisch bereitgestellt werden und Kosten entsprechend angepasst werden.
  1. Backups und Wiederherstellung
  • Regelung zu Backups, z. B. tägliche Sicherung mit einer Aufbewahrungsfrist von 30 Tagen.

Alternative Vertragsmodelle

  1. Pay-per-Use-Vertrag
  • Abrechnung ausschließlich auf Basis der tatsächlichen Ressourcennutzung.
  1. Enterprise Agreement
  • Maßgeschneiderte Vereinbarung mit erweiterten SLAs, 24/7-Support und dedizierten Ressourcen.
  1. Hybrid-PaaS-Vertrag
  • Kombination aus PaaS-Diensten und On-Premise-Services.

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